3 Verwaltungsrat

3.1 Mitglieder

a) Name, Nationalität, Ausbildung und beruflicher Hintergrund

(XLS:)

Name

Jahrgang

Beruf

Nationalität

*

Präsident

**

Vizepräsident

Hans-Werner Gassner*

1958

Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer

FL

Markus Foser**

1969

Unternehmensberater

FL

Markus Büchel

1953

Personalleiter

FL

Ingrid Hassler-Gerner

1947

Vermögensverwalterin

FL

Roland Oehri

1968

Treuhänder

FL

Ende September 2012 kam es im Verwaltungsrat der LLB zu personellen Veränderungen. Unabhängig voneinander haben sich Felix R. Ehrat und Konrad Schnyder aus beruflichen sowie persönlichen Gründen entschieden, per 24. September 2012 aus dem Verwaltungsrat auszutreten. Nach deren Ausscheiden ist das Gremium mit fünf Mitgliedern weiterhin gesetzes- und statutenkonform besetzt.

Hans-Werner Gassner
Porträt Dr. Hans-Werner Gassner (Foto)

Ausbildung:

  • Lizenziat der Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule St. Gallen, 1983
  • Eidg. dipl. Bücherexperte, 1988
  • Dr. oec. HSG, 1989
  • Swiss Banking School, 1996

Beruflicher Hintergrund:

  • Wirtschaftsprüfer in der Neutra Treuhand-Gruppe, 1984 – 1989
  • Leiter interne Revision der Liechtensteinischen Landesbank, 1990 – 1998
  • Leiter Finanzen der Liechtensteinischen Landesbank, 1998 – 2000
  • Partner der APG Wirtschaftsprüfung AG, Vaduz, seit April 2000
  • Inhaber des Adcom Treuunternehmen reg., Balzers, seit April 2000
Markus Foser
Porträt lic. oec. publ. Markus Foser (Foto)

Ausbildung:

  • Lizenziat der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich, Richtung Wirtschaftsinformatik, 1996
  • Eidg. dipl. Finanzanalyst und Vermögensverwalter CEFA, 2000

Beruflicher Hintergrund:

  • Aktienresearch und Fondsmanagement bei der Liechtensteinischen Landesbank, 1997 – 2002
  • Beratung von vorwiegend institutionellen Kunden mit derivativen und strukturierten Produkten bei der Bank Vontobel (Liechtenstein) AG, Vaduz, 2002 – 2003
  • Bereichsleiter Fund & Investment Services (Asset Management) bei der swissfirst Bank (Liechtenstein) AG, Vaduz, 2004 – 2007
  • Mitglied der Geschäftsleitung der Banque Pasche (Liechtenstein) SA, Vaduz, verantwortlich für den Bereich Fund & Investment Services (Asset Management), 2008 – 2009
  • Inhaber der MAFOS Consult Anstalt, Vaduz, seit 2009
  • First Advisory Trust reg., Strategic Projects & Business Development, seit 2012
Markus Büchel
Porträt Markus Büchel (Foto)

Ausbildung:

  • Lehre als Maschinenzeichner, 1969 – 1973
  • Abendhandelsschule Buchs, 1973 – 1974
  • Maschinenbau Dipl. Ing. FH, Abendtechnikum Vaduz, 1974 – 1978

Beruflicher Hintergrund:

  • Hilti AG, Schaan (verschiedene Funktionen im technischen Bereich), 1973 – 1981
  • ThyssenKrupp Presta AG, Eschen, Entwicklung / Arbeitsvorbereitung (verschiedene Funktionen), 1981 – 1991
  • ThyssenKrupp Presta AG, Eschen, Bereichsleiter Technische Dienste, 1991 – 1995
  • ThyssenKrupp Presta AG, Eschen, Bereichsleiter Personal der Presta-Gruppe, seit 1995
Ingrid Hassler-Gerner
Porträt Ingrid Hassler-Gerner (Foto)

Ausbildung:

  • Handelsdiplom, 1964
  • Hochschule Liechtenstein, Lehrgang nach PGR Art. 180a, 2005 – 2006

Beruflicher Hintergrund:

  • Leitung Asset Management und Research bei A.M.I.S., Schaan, 1976 – 1989
  • Geschäftsführerin der Pan Portfolio AG, Schaanwald, seit 1989
  • Geschäftsführerin der PanFinanzPartner AG, Schaanwald, seit 2005
Roland Oehri
Porträt Roland Oehri (Foto)

Ausbildung:

  • Kaufmännische Lehre, 1987
  • Eidg. dipl. Betriebsökonom FH, 1993
  • Liechtensteinische Treuhänderprüfung, 1998

Beruflicher Hintergrund:

  • Anlageberater im Ressort Privatkunden Ausland bei der VP Bank AG, Vaduz, 1993 – 1999
  • Abteilungsleiter Privatkunden Ausland bei der VP Bank AG, Vaduz, 1999
  • Kundenberater Private Trust Banking bei der VP Bank AG, Vaduz, 2000
  • Kundenberater und Leiter der Abteilung Intermediäre bei der Bank Wegelin (Liechtenstein) AG, Vaduz, später swissfirst Bank (Liechtenstein) AG, Vaduz, 2000 – 2003
  • Vizedirektor bei LOPAG Louis Oehri & Partner Trust reg., Ruggell, 2004 – 2009
  • Partner und Geschäftsführer des Sequoia Treuhand Trust reg., Ruggell, seit 2006
  • Partner und Geschäftsführer der Sequoia Capital Management AG, Ruggell, seit 2007

b) Exekutive / nicht exekutive Mitglieder

Sämtliche Mitglieder des Verwaltungsrates der Liechtensteinischen Landesbank sind nicht exekutive Mitglieder. Gemäss Art. 22 des liechtensteinischen Bankengesetzes in Verbindung mit Art. 10 des Gesetzes über die Liechtensteinische Landesbank müssen die Oberleitung, Aufsicht und Kontrolle einerseits und die Geschäfts- bzw. Gruppenleitung andererseits in den Händen verschiedener Organe sein. Kein Mitglied des Verwaltungsrates darf der Geschäfts- bzw. Gruppenleitung angehören.

c) Unabhängigkeit

Alle Mitglieder des Verwaltungsrates sind unabhängig im Sinne der SIX-Richtlinie betreffend Informationen zur Corporate Governance. Kein Mitglied des Verwaltungsrates gehörte 2012 sowie in den drei vorausgehenden Geschäftsjahren der Gruppen- beziehungsweise Geschäftsleitung der Liechtensteinischen Landesbank oder einer Konzerngesellschaft an. Kein Mitglied stand in wesentlichen geschäftlichen Beziehungen mit der Liechtensteinischen Landesbank oder einer Konzerngesellschaft. Laut Art. 12 des liechtensteinischen Gesetzes über die Steuerung und Überwachung öffentlicher Unternehmen müssen Verträge mit Mitgliedern des Verwaltungsrates schriftlich abgeschlossen werden. Sie bedürfen der Zustimmung des Verwaltungsrates, wobei die gleichen Konditionen wie gegenüber Dritten gelten.

3.2 Weitere wesentliche Tätigkeiten und Interessenbindungen

Ingrid Hassler-Gerner ist seit 1. Januar 2010 Präsidentin des Stiftungsrates der Pensionsversicherung für das Staatspersonal.

Ansonsten üben die Mitglieder des Verwaltungsrates keine Tätigkeiten in Führungs- und Aufsichtsgremien bedeutender liechtensteinischer, schweizerischer und ausländischer Körperschaften, Anstalten oder Stiftungen des privaten und des öffentlichen Rechts aus. Sie nehmen auch keine dauernden Leitungs- und Beraterfunktionen für wichtige liechtensteinische, schweizerische oder ausländische Interessengruppen wahr und bekleiden weder amtliche Funktionen noch politische Ämter.

3.3 Wahl und Amtszeit

3.3.1 Grundsätze des Wahlverfahrens

Gemäss Gesetz und Statuten gehören dem Verwaltungsrat der Liechtensteinischen Landesbank fünf bis sieben Mitglieder an, die von der Generalversammlung jeweils einzeln gewählt werden. Ihre Amtszeit dauert drei Jahre, wobei ein Jahr den Zeitraum von einer ordentlichen Generalversammlung bis zur nächsten umfasst. Die Mitglieder sind zweimal wiederwählbar. In begründeten Fällen kann der Präsident des Verwaltungsrates nach Ablauf von drei Amtsperioden nochmals für eine ausserordentliche Amtsdauer von höchstens zwei Jahren gewählt werden. Den Präsidenten wählt die Generalversammlung, den Vizepräsidenten wählt der Verwaltungsrat aus seiner Mitte. Die aus einer Ersatzwahl hervorgegangenen neuen Mitglieder des Verwaltungsrates sind für die volle Amtsperiode von drei Jahren gewählt. Die Generalversammlung kann Mitglieder des Verwaltungsrates aus wichtigen Gründen abberufen. Die Altersgrenze für die Mitgliedschaft liegt bei 70 Jahren. Entscheidungen über Ausnahmen im Einzelfall obliegen der Generalversammlung.

Das Präsidium des Verwaltungsrates hat seit 2006 Hans-Werner Gassner inne, das Vizepräsidium seit 2009 Markus Foser, Protokollführer ist seit Februar 2012 Franz Lampert.

3.3.2 Erstmalige Wahl und verbleibende Amtsdauer

(XLS:)

Name

Erstmalige Ernennung

Gewählt bis

Hans-Werner Gassner

2006

2015

Markus Foser

2009

2015

Markus Büchel

2009

2015

Ingrid Hassler-Gerner

2005

2014

Roland Oehri

2009

2015

Die 20. ordentliche Generalversammlung der Liechtensteinische Landesbank AG vom 4. Mai 2012 wählte Verwaltungsratspräsident Hans-Werner Gassner für eine dritte Amtszeit und bestätigte Markus Foser, Markus Büchel und Roland Oehri für weitere drei Jahre als Verwaltungsratsmitglieder.

3.4 Interne Organisation

3.4.1 Aufgabenteilung im Verwaltungsrat

(XLS:)

Name

Funktion

Mitgliedschaft in Ausschüssen

*

Vorsitz

Hans-Werner Gassner

Präsident

Group Nomination & Compensation Committee*
Strategieausschuss*

Markus Foser

Vizepräsident

Group Audit & Risk Committee
Group Nomination & Compensation Committee
Strategieausschuss

Markus Büchel

Mitglied

Group Nomination & Compensation Committee
Strategieausschuss

Ingrid Hassler-Gerner

Mitglied

Group Audit & Risk Committee

Roland Oehri

Mitglied

Group Audit & Risk Committee*

3.4.2 Personelle Zusammensetzung sämtlicher Verwaltungsratsauschüsse, deren Aufgaben und Kompetenzregelung

Der Verwaltungsrat kann einen Teil seiner Aufgaben an Ausschüsse delegieren. Zur Unterstützung hat er zwei ständige Ausschüsse eingesetzt: Group Audit & Risk Committee sowie Group Nomination & Compensation Committee. Zudem besteht ein ad hoc gebildeter Strategieausschuss. Der Verwaltungsrat wählt aus seinem Kreis die Ausschussmitglieder und bestimmt die Vorsitzenden. Jeder Ausschuss setzt sich aus mindestens drei Mitgliedern zusammen. Als vorbereitende Gremien befassen sie sich vertieft mit den ihnen zugewiesenen Aufgaben, legen dem Verwaltungsrat die Ergebnisse ihrer Arbeit vor und stellen Anträge, wenn Entscheidungen gefällt werden müssen. Der Verwaltungsrat kann den Ausschüssen Entscheidungskompetenzen übertragen, hat aber von diesem Recht noch keinen Gebrauch gemacht. Die Ausschüsse sind somit ausschliesslich beratend tätig.

Die Ausschussmitglieder müssen über Fachkenntnisse verfügen, die dem übernommenen Aufgabenbereich entsprechen. Alle Mitglieder müssen unabhängig sein. Für die beiden ständigen Ausschüsse hat der Verwaltungsrat separate Reglemente erlassen, in welchen die Aufgaben und Kompetenzabgrenzungen festgelegt sind.

Group Audit & Risk Committee
Das Group Audit & Risk Committee unterstützt den Verwaltungsrat bei der Erfüllung der ihm gemäss Bankengesetz übertragenen Aufgaben in Bezug auf:

  • Beurteilung der finanziellen Berichterstattung, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements sowie der Vorkehrungen, welche die Einhaltung von gesetzlichen und internen Vorschriften gewährleisten sollen,
  • Sicherstellung der Qualität von Group Internal Audit und externer Prüfgesellschaft sowie ihrer Zusammenarbeit,
  • Überwachung der Beseitigung der von Group Internal Audit und externer Prüfgesellschaft festgestellten Schwachstellen oder Mängel.

Das «Reglement Group Audit & Risk Committee der LLB-Gruppe» regelt Organisation und Arbeitsweise sowie Kompetenzen und Aufgaben des Group Audit & Risk Committee, soweit diese nicht zwingend durch Gesetz, Statuten oder Geschäftsordnung vorgegeben sind. Den Vorsitz hatte Roland Oehri inne; als Mitglieder gehörten dem Gremium Markus Foser, Ingrid Hassler-Gerner und bis zu seinem Ausscheiden aus dem Verwaltungsrat am 24. September 2012 Felix R. Ehrat an.

Das Group Audit & Risk Committee hat insbesondere folgende Aufgaben:

  • Überwachung und Beurteilung der Integrität der finanziellen Berichterstattung einschliesslich der Ausgestaltung des Rechnungswesens, der Finanzkontrolle und der Finanzplanung,
  • Überwachung und Beurteilung der internen Kontrolle im Bereich der finanziellen Berichterstattung,
  • Überwachung und Beurteilung der Wirksamkeit der externen Revision sowie ihrer Zusammenarbeit mit der internen Revision (Group Internal Audit),
  • Beurteilung der über den Bereich der finanziellen Berichterstattung hinausgehenden internen Kontrolle und des Group Internal Audit,
  • Überwachung und Beurteilung des Risikoprofils und der Risikosituation der LLB-Gruppe.

Group Nomination & Compensation Committee
Das Group Nomination & Compensation Committee unterstützt den Verwaltungsrat bei der Erfüllung der ihm gesetzlich übertragenen Aufgaben in Bezug auf:

  • Erarbeitung von Grundsätzen für die Nachfolgeplanung sowie die Nominierung von Verwaltungsräten und Mitgliedern der Gruppenleitung,
  • Erarbeitung eines Vergütungsreglements für das Stammhaus und die LLB-Gruppe,
  • Festlegung der Entschädigung von Verwaltungsräten und Mitgliedern der Gruppenleitung sowie von anderen Mitarbeitenden, soweit deren Entschädigung gemäss Vergütungsreglement durch den Verwaltungsrat festzulegen ist,
  • Festlegung der Grundzüge der Personalpolitik.

Das «Reglement Nominierungs- und Entschädigungsausschuss» der LLB-Gruppe regelt Organisation und Arbeitsweise sowie Kompetenzen und Aufgaben des Ausschusses, soweit diese nicht zwingend durch Gesetz, Statuten oder Geschäftsordnung vorgegeben sind Hans-Werner Gassner hatte den Vorsitz inne; Markus Foser und Markus Büchel gehörten dem Gremium als Mitglieder an.

Das Group Nomination & Compensation Committee nimmt insbesondere folgende Aufgaben wahr:

  • Entwicklung von Kriterien für Vorschläge zur Selektion und Beurteilung der von der Generalversammlung zu wählenden Verwaltungsratsmitglieder sowie Unterbreitung von Wahlvorschlägen an den Verwaltungsrat zuhanden der Generalversammlung,
  • Erarbeitung von Nachfolgeplänen und deren periodische Überprüfung sowohl für den Fall des altersbedingten als auch des situativen Ausscheidens von Mitgliedern des Verwaltungsrates,
  • Entwicklung von Kriterien für die Selektion und Ernennung von Mitgliedern der Gruppenleitung zuhanden des Verwaltungsrates,
  • Ausarbeitung und jährliche Überprüfung der Grundsätze und Reglemente für die Entschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrates, der Mitglieder der Gruppenleitung und der Mitarbeitenden der Liechtensteinischen Landesbank zuhanden des Verwaltungsrates,
  • Ausarbeitung von Vorschlägen für die Entschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrates, der Mitglieder der Gruppenleitung und der Mitarbeitenden der internen Revision zuhanden des Verwaltungsrates nach Massgabe bestehender Grundsätze und Reglemente,
  • jährliche Überprüfung der Entschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Mitglieder der Gruppenleitung zuhanden des Verwaltungsrates nach Massgabe bestehender Grundsätze und Reglemente.

Strategieausschuss
Die Festlegung der Strategie der LLB-Gruppe und deren periodische Überprüfung ist Aufgabe des Verwaltungsrates. Unterstützt wird er dabei vom Strategieausschuss. Dessen Vorsitz hatte Hans-Werner Gassner inne; als Mitglieder gehörten ihm Markus Foser und nach dem Ausscheiden von Konrad Schnyder aus dem Verwaltungsrat ab dem 24. September 2012 Markus Büchel an.

Vertretung in Stiftungen
Hans-Werner Gassner ist Mitglied des Stiftungsrates der «Zukunftsstiftung der Liechtensteinischen Landesbank AG».

Zwei Mitglieder des Verwaltungsrates waren 2012 in den Vorsorgestiftungen der Liechtensteinischen Landesbank AG vertreten: Markus Büchel als Präsident des Stiftungsrates der Personalvorsorgestiftung sowie als Mitglied des Stiftungsrates der Zusatzvorsorgestiftung und der Arbeitgeberstiftung sowie der Arbeitgeberstiftung der LLB-Gruppe; Ingrid Hassler-Gerner als Mitglied des Stiftungsrates der Personalvorsorgestiftung sowie als Präsidentin des Stiftungsrates der Zusatzvorsorgestiftung und der Arbeitgeberstiftung sowie der Arbeitgeberstiftung der LLB-Gruppe.

3.4.3 Arbeitsweise des Verwaltungsrates und seiner Ausschüsse

Der Verwaltungsrat der Liechtensteinischen Landesbank AG trifft sich monatlich zu seinen mindestens halbtägigen ordentlichen Sitzungen. Im Geschäftsjahr 2012 trat er insgesamt 22-mal zu ordentlichen und ausserordentlichen Sitzungen zusammen. Acht Sitzungen dauerten einen Tag, dreizehn Sitzungen maximal einen halben Tag und die Klausurtagung zwei Tage. Diese führte der Verwaltungsrat mit der Gruppenleitung im Anschluss an die ordentliche Sitzung im Juli 2012 durch. Die Klausurtagung war ausschliesslich dem neuen Vergütungssystem und dem Projekt «Umgang mit Neukunden unter steuerlichen Aspekten» gewidmet. Bei den ausserordentlichen Sitzungen wurden vor allem folgende Themen besprochen: neue Organisationsstruktur, Anpassung der Geschäftsordnung, Leitbild, neues Vergütungssystem, US-Steuerthematik, Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm, Primatwechsel bei der Personalvorsorgestiftung. Mit folgenden Ausnahmen waren jeweils sämtliche Verwaltungsratsmitglieder anwesend: Felix R. Ehrat und Konrad Schnyder waren bei fünf beziehungsweise vier Sitzungen (von 17 bis Ende August 2012) nicht oder teilweise nicht anwesend. Markus Büchel und Ingrid Hassler-Gerner konnten je an einer Sitzung nicht teilnehmen.

Der Präsident des Verwaltungsrates lädt zu den Sitzungen ein und leitet diese. Mit der schriftlichen Einladung werden den Mitgliedern mindestens fünf Geschäftstage vor dem Sitzungstermin die Traktandenliste, das Protokoll der letzten Sitzung sowie weitere wesentliche Sitzungsunterlagen zugestellt. In zeitkritischen Fällen können Verwaltungsratssitzungen auch unter Einhaltung kürzerer Fristen einberufen werden. Die Bestimmung der Dringlichkeit liegt im Ermessen des Verwaltungsratspräsidenten. Richten zwei Verwaltungsratsmitglieder, Group CEO und mindestens zwei Mitglieder der Gruppenleitung einen schriftlichen Antrag an den Verwaltungsratspräsidenten, hat dieser zeitnah eine ausserordentliche Sitzung einzuberufen.

Der Verwaltungsrat ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Er fasst seine Beschlüsse mit der einfachen Mehrheit der anwesenden Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Präsident. In dringenden Fällen können Beschlüsse auf dem Zirkularweg gefasst werden. Zum Zirkulationsverfahren ist Einstimmigkeit erforderlich. Zirkularbeschlüsse werden mit dem einfachen Mehr der abgegebenen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Präsident. Treten nach der Einberufung einer Verwaltungsratssitzung zeitkritische Geschäfte auf, so können diese anlässlich der Sitzung diskutiert und entsprechende Beschlüsse gefällt werden, wobei die nachträgliche Stimmabgabe ordnungsgemäss entschuldigter Verwaltungsratsmitglieder so zu berücksichtigen ist, als hätten sie an der Sitzung teilgenommen.

Die Mitglieder des Verwaltungsrates sind verpflichtet, dem Präsidenten tatsächliche oder mögliche Interessenkonflikte mitzuteilen. Dies gilt ungeachtet dessen, ob die tatsächlichen oder möglichen Interessenkonflikte genereller Art sind oder im Zusammenhang mit einer in einer Sitzung zu diskutierenden Angelegenheit stehen. Der Verwaltungsrat entscheidet, ob ein Ausstandsgrund vorliegt. Im Falle eines Ausstandsgrundes darf der Betroffene weder bei der Beratung noch bei der Abstimmung zum entsprechenden Geschäft anwesend sein. Der Betroffene hat vor Verlassen des Gremiums das Recht, sich zu äussern.

Der Verwaltungsrat überprüft periodisch sowohl seine eigene Leistung als auch jene der Ausschüsse. Mit dieser Überprüfung wird festgestellt, ob der Verwaltungsrat und die Ausschüsse angemessen funktionieren. Die Ergebnisse der Selbstbeurteilung werden schriftlich festgehalten. Anfang 2011 beurteilte der Verwaltungsrat seine eigenen Leistungen im Rahmen einer Selbstevaluation. Diese umfasste auch die Tätigkeit des Group Audit & Risk Committee und des Group Nomination & Compensation Committee. Um eine hohe Aussagekraft der Ergebnisse zu erreichen, wurde die Selbstbeurteilung mittels strukturierter Fragebogen auf anonymisierter Basis vorgenommen. Diese wertete das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers aus. Die Ergebnisse der Selbstevaluation zeigten die hohe Qualität der Arbeit im Verwaltungsrat und in seinen Ausschüssen auf.

Die Mitglieder des Group Audit & Risk Committee treffen sich mindestens viermal jährlich zu ordentlichen Sitzungen. Diese werden vom Vorsitzenden einberufen. Vor jeder Sitzung erstellt er eine Traktandenliste, die den Sitzungsteilnehmern zusammen mit den notwendigen Unterlagen frühzeitig zugeht. Die Mitglieder des Group Audit & Risk Committee, die externe Revision, der Leiter Group Internal Audit und die Vorsitzenden der Group Risk Committees können beim Vorsitzenden des Group Audit & Risk Committee die Einberufung von ausserordentlichen Sitzungen beantragen. Im Geschäftsjahr 2012 fanden sieben ordentliche Sitzungen statt. Diese dauerten zwischen vier und acht Stunden. An einer Sitzung führte das Group Audit & Risk Committee einen Erfahrungsaustausch mit dem Audit Committee einer anderen Bank durch. Felix R. Ehrat war bei vier Sitzungen (von fünf bis Ende August 2012) nicht oder teilweise nicht anwesend. Ingrid Hassler-Gerner konnte an einer Sitzung nicht teilnehmen. Ansonsten waren alle Ausschussmitglieder anwesend. Das Group Audit & Risk Committee kann zur Behandlung spezifischer Themen auch weitere Personen wie Mitglieder der Gruppenleitung, die Vorsitzenden der Group Risk Committees, andere Mitarbeitende von Gesellschaften der LLB-Gruppe, Vertreter der externen Revision oder externe Berater einladen. Der Group CEO, der Group CFO sowie der Leiter Group Internal Audit nehmen üblicherweise mit beratender Stimme an den Sitzungen teil. Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine externen Experten beigezogen.

Das Group Nomination & Compensation Committee tagt, sooft es die Geschäfte erfordern, mindestens jedoch einmal pro Jahr. 2012 fanden elf Sitzungen statt. Diese dauerten in der Regel zwei Stunden. Bei allen Sitzungen waren sämtliche Ausschussmitglieder anwesend. Themen waren die Suche neuer Verwaltungsratsmitglieder, die personelle Besetzung der Gruppenleitung, das neue Vergütungssystem sowie die Vergütung der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Gruppenleitung. Der Group CEO nahm nicht an den Sitzungen teil. Im Geschäftsjahr 2012 wurden zwei externe Experten beigezogen; einer für die Erarbeitung des neuen Vergütungssystems und einer für die Suche neuer Verwaltungsratsmitglieder.

Der Strategieausschuss hielt im Jahr 2012 zur jährlichen Strategieüberprüfung zwei Sitzungen ab. Zur Vorbereitung und Durchführung wurde ein externer Experte beigezogen (siehe Kapitel «Strategie und Organisation»).

In den Ausschüssen werden Beschlüsse mit der absoluten Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Stimmberechtigt sind nur die Mitglieder der Ausschüsse. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende. Die Behandlung der Traktanden und insbesondere die gefassten Beschlüsse werden protokolliert. Die Protokolle werden den Sitzungsteilnehmern und den Mitgliedern des Verwaltungsrates zugestellt. Die Vorsitzenden der Ausschüsse informieren den Gesamtverwaltungsrat an den Sitzungen über die Traktanden, die sie an ihrer letzten Ausschusssitzung behandelt haben, und unterbreiten ihm diejenigen Punkte, über die Beschluss gefasst werden muss. Zudem legen sie dem Gesamtverwaltungsrat einmal pro Jahr Rechenschaft über die Tätigkeit der Ausschüsse ab.

3.5 Kompetenzregelung

Dem Verwaltungsrat obliegen die Oberleitung, Aufsicht und Kontrolle der LLB-Gruppe. Ihm kommt die oberste Verantwortung für den Erfolg der LLB-Gruppe sowie für die Erzielung von nachhaltigem Wert für die Aktionäre und Mitarbeitenden zu. Er entscheidet in Absprache mit dem Group CEO über die Strategie der LLB-Gruppe und nimmt in letzter Instanz die Überwachung der Geschäftsführung wahr. Er überwacht zudem die Einhaltung der Bestimmungen der anwendbaren Rechtsvorschriften und Regularien. Der Verwaltungsrat entscheidet auf Antrag des Group CEO über die zur Umsetzung der Strategie notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen.

Dem Verwaltungsrat kommen alle Pflichten und Kompetenzen zu, die durch Gesetz, Statuten oder interne Vorschriften nicht anderen Organen zugewiesen werden. Er ist für die Festlegung der Organisation und den Erlass der erforderlichen Regelwerke sowie die Erteilung der notwendigen Anweisungen verantwortlich. In besonderen Fällen und vorbehaltlich der gesetzlichen Bestimmungen kann er einen beliebigen Teil seiner Kompetenzen an eines oder mehrere seiner Mitglieder oder an einen oder mehrere Dritte ausserhalb seiner Mitte übertragen.

Der Verwaltungsrat hat insbesondere die folgenden Aufgaben:

  • Festlegung der Führungspolitik,
  • Festlegung der Strategie der LLB-Gruppe und deren periodische Überprüfung,
  • Beschlussfassung über alle Anträge zuhanden der Generalversammlung,
  • Behandlung der Berichte von Group Internal Audit und externer Prüfgesellschaft, Abnahme der Berichterstattung über diesbezügliche Massnahmen sowie Überwachung der Umsetzung derselben,
  • Entscheid über den Einstieg der LLB-Gruppe in wichtige neue Geschäftsbereiche sowie den Ausstieg aus bestehenden wichtigen Geschäftsbereichen,
  • Entscheid über die Übernahme und den Verkauf von Beteiligungen an anderen Unternehmungen, über die Gründung und Liquidation von LLB-Gruppengesellschaften sowie die Nominierung ihrer Verwaltungsräte,
  • Entscheid über die Errichtung und Aufhebung von Geschäftsstellen, Zweigniederlassungen und Repräsentanzen,
  • Festlegung von Kreditkompetenzen, Regelung von Organkrediten und Personalgeschäften sowie Beschlussfassung über Grossengagements inklusiv Klumpenrisiken,
  • Entscheid über die Anhebung von Prozessen mit Streitwerten über CHF 10 Mio. sowie den Abschluss von gerichtlichen und aussergerichtlichen Vergleichen in Höhe von über CHF 10 Mio.
  • Genehmigung aller Angelegenheiten und Geschäftsentscheidungen, welche die vom Verwaltungsrat delegierten Kompetenzen übersteigen,
  • Entscheidung über die Ausübung von nebenberuflichen Tätigkeiten durch Mitglieder der Gruppenleitung sowie Mitarbeitende von Group Internal Audit.

In Bezug auf die Organisation der Geschäftstätigkeit und den in diesem Zusammenhang erforderlichen Erlass von Regelwerken und Anweisungen ist der Verwaltungsrat insbesondere verantwortlich für:

  • regelmässige Überprüfung der Governance-Prinzipien und der in der Geschäftsordnung festgelegten Führungsstrukturen,
  • Erlass von Regelwerken mit gruppenweiter Verbindlichkeit unter Vorbehalt des jeweiligen lokal anwendbaren Rechts,
  • Reglementierung und Überwachung der internen Kontrolle,
  • Ernennung und Abberufung des Group CEO, seines Stellvertreters, der anderen Mitglieder der Gruppenleitung und des Leiters Group Internal Audit sowie Regelung der Stellvertretungen, Überprüfung ihrer Leistung und Planung der Nachfolge,
  • Aufsicht über den Group CEO, seinen Stellvertreter und die anderen Mitglieder der Gruppenleitung in Bezug auf die Befolgung der Rechtsvorschriften, Statuten und Regelwerke sowie die wirtschaftliche Entwicklung der LLB-Gruppe,
  • Ernennung der Ausschussmitglieder aus seiner Mitte,
  • Regelung der Vergütungsgrundsätze in der LLB-Gruppe.

In Bezug auf die oberste Verantwortung für die Ausgestaltung des Rechnungswesens, der Finanzkontrolle und der Finanzplanung hat der Verwaltungsrat insbesondere die folgenden Aufgaben:

  • Genehmigung der anwendbaren Rechnungslegungsstandards,
  • Genehmigung der Mittelfristplanung und Budgetierung,
  • Erstellung des Geschäftsberichtes und des konsolidierten Geschäftsberichtes,
  • Genehmigung des konsolidierten Halbjahresabschlusses,
  • Sicherstellung einer regelmässigen Berichterstattung über den Geschäftsgang und besondere Ereignisse; inklusiv vierteljährlicher Abnahme kommentierter Berichterstattungen betreffend Geschäftsgang, Ertragslage, Bilanzentwicklung, Liquidität und Eigenkapitalerfordernisse,
  • Festlegung der Ausgabenkompetenzen.

In Bezug auf die oberste Verantwortung betreffend Risikomanagement hat der Verwaltungsrat insbesondere die folgenden Aufgaben:

  • Erlass von Reglementen über die Grundzüge des Risikomanagements, Festlegung des Risikoappetits, der Risikokontrolle sowie der Zuständigkeit und Verfahren für die Bewilligung von risikobehafteten Geschäften, wobei insbesondere Zins-, Kredit-, Liquiditäts-, Marktpreis- und operationelle Risiken sowie Rechts- und Reputationsrisiken identifiziert, gesteuert, begrenzt und überwacht werden müssen,
  • Beurteilung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems,
  • mindestens jährliche Festlegung von Gesamtpositions- und Einzellimiten,
  • vierteljährliche Abnahme kommentierter Berichterstattungen hinsichtlich der Risikolage,
  • Sicherstellung der zeitnahen Beschaffung von Informationen bei unmittelbar drohenden Risiken und Verlusten mit bedeutender Tragweite.

Der Group CEO ist die höchste geschäftsleitende Führungsinstanz in der LLB-Gruppe und rechenschaftspflichtig. Er hat insbesondere die Gesamtverantwortung für die Entwicklung der vom Verwaltungsrat genehmigten Strategie der LLB-Gruppe und der Divisionen sowie − in Abstimmung mit der Gruppenleitung − für die Umsetzung dieser Strategie. Er vertritt die Gruppenleitung gegenüber dem Verwaltungsrat.

  • Der Group CEO
    stellt die kohärente Leitung und Entwicklung der LLB-Gruppe sowie die Durchsetzung der vom Verwaltungsrat festgelegten und periodisch überprüften Strategie sicher,
  • setzt Ziele für die Geschäftstätigkeit und den Geschäftsgang,
  • stellt sicher, dass Entscheidungen in hoher Qualität und zeitgerecht getroffen werden,
  • stellt sicher, dass die Zielvorgaben der Mitglieder der Gruppenleitung mit den Zielsetzungen der Geschäftstätigkeit in Einklang stehen,
  • unterbreitet dem Verwaltungsrat Empfehlungen betreffend Vergütungsprinzipien in der LLB-Gruppe,
  • überwacht die Umsetzung von getroffenen Entscheidungen,
  • überwacht die Ausführung der Beschlüsse des Verwaltungsrates und seiner Ausschüsse,
  • ist in Abstimmung mit dem Verwaltungsratspräsidenten für die konkrete Planung der Nachfolge auf Gruppenleitungsebene zuständig,
  • vertritt die LLB-Gruppe nach aussen.

Die Gruppenleitung übernimmt mit dem Group CEO die Führungsverantwortung für die LLB-Gruppe.

Zusätzlich zu den in den Statuten aufgeführten Grundsätzen kommen der Gruppenleitung insbesondere folgende Aufgaben zu:

  • Umsetzung der Beschlüsse des Verwaltungsrates und seiner Ausschüsse,
  • Unterbreitung von Vorschlägen an den Verwaltungsrat und die zuständigen Ausschüsse, welche die Organisation der Geschäftstätigkeit im Allgemeinen zum Gegenstand haben, sowie von Anträgen für einzelne Geschäfte, soweit diese die Kompetenzen der Gruppenleitung übersteigen, insbesondere betreffend
    • Festsetzung und periodische Überprüfung der Strategie der LLB-Gruppe sowie Bestimmung der Ressourcen zur Umsetzung der Strategie und zur Erreichung der Unternehmensziele,
    • Beteiligungen, Gruppengesellschaften, Geschäftsstellen, Zweigniederlassungen und Repräsentanzen,
    • Mittelfristplanung,
    • jährliches Kosten- und Ertragsbudget,
    • finanzielle Berichterstattung und Geschäftsbericht.
  • Implementierung einer effizienten Aufbau- und Ablauforganisation sowie eines wirkungsvollen internen Kontrollsystems zur Vermeidung und Limitierung von Risiken aller Art,
  • Ernennung von Personen, welche für das Stammhaus das Zeichnungsrecht ausüben können. Ausgenommen sind die Mitarbeitenden von Group Internal Audit,
  • regelmässige Berichterstattung an den Verwaltungsrat, an dessen Ausschüsse und insbesondere an den Präsidenten über den Geschäftsgang und besondere Ereignisse,
  • Erlass von Regelwerken für die Geschäftsführung der LLB-Gruppe,
  • Koordination des Produktangebots der LLB-Gruppe sowie Abstimmung der Preis- und Konditionenpolitik für die angebotenen Produkte und Dienstleistungen,
  • Entscheid über den Abschluss von Zusammenarbeitsverträgen und Partnerschaftsverträgen sowie über den Beitritt zu Berufsverbänden,
  • Befugnis, im Einzelfall Personal- und Sachaufwand bis zu CHF 1 Mio. und unter vorgängiger Orientierung des Verwaltungsratspräsidenten Investitionen bis zu CHF 3 Mio. ausserhalb des durch den Verwaltungsrat verabschiedeten Budgets zu genehmigen, wobei der Präsident über die allfällige Vorlage an den Verwaltungsrat entscheidet,
  • laufende Überwachung der Entwicklungen in den Divisionen und Geschäftsbereichen sowie Einleitung von Massnahmen zur Problembehandlung,
  • laufende Überwachung der Finanzberichterstattung,
  • Umsetzung der Risikomanagement- und Kontrollprinzipien sowie der zentralen Regelwerke zum Risikomanagement,
  • Schaffung von Compliance-Funktionen sowie Umsetzung angemessener interner Systeme und Prozesse zur Gewährleistung der Compliance in der LLB-Gruppe,
  • Festlegung von Zielen für die Geschäftstätigkeit und den Geschäftsgang in Ausführung der vom Verwaltungsrat genehmigten Strategie; Sicherstellung, dass Entscheidungen in hoher Qualität und zeitgerecht getroffen werden, sowie Überwachung der Umsetzung von getroffenen Entscheidungen,
  • Sicherstellung, dass ihre Zielvorgaben mit den Zielsetzungen der Geschäftstätigkeit und dem Geschäftsgang der LLB-Gruppe in Einklang stehen.

3.6 Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Gruppenleitung

Der Präsident des Verwaltungsrates wird über die Traktandenliste der Gruppenleitungssitzungen informiert und erhält die Protokolle. Er nimmt bei Bedarf mit beratender Stimme an deren Sitzungen teil. Zweck ist die gegenseitige Information und die Meinungsbildung über wichtige Themen.

Die Berichterstattung der Gruppenleitung an den Verwaltungsrat erfolgt grundsätzlich durch deren Vorsitzenden. Dieser stellt sicher, dass der Verwaltungsratspräsident und der Verwaltungsrat zeitgerecht sowie in angemessener Art und Weise informiert werden. Der Group CEO berichtet dem Verwaltungsrat regelmässig über die aktuelle Geschäftsentwicklung und über wichtige Geschäftsangelegenheiten, einschliesslich aller Themen, welche in den Aufgaben- und Verantwortungsbereich des Verwaltungsrates fallen.

Der Group CEO nimmt in der Regel, und zwar mit beratender Stimme, an den Sitzungen des Verwaltungsrates teil, informiert diesen über den Geschäftsgang sowie über besondere Ereignisse und steht für die Erteilung von Auskünften zur Verfügung. Der Group CFO berichtet dem Verwaltungsrat regelmässig über den Bereich Finanzen und Risikomanagement sowie die ordnungsgemässe Umsetzung der Risikopolitik. Die übrigen Mitglieder der Gruppenleitung sind bei den sie betreffenden Traktanden vertreten. Der Group CEO und der Group CFO nehmen in der Regel mit beratender Stimme an den Sitzungen des Group Audit & Risk Committee teil.

Jedes Mitglied des Verwaltungsrates kann in den Sitzungen Auskunft über sämtliche Angelegenheiten der LLB-Gruppe verlangen. Auch ausserhalb der Sitzungen kann jedes Mitglied des Verwaltungsrates von den Mitgliedern der Gruppenleitung Auskunft über den Geschäftsgang und – mit Ermächtigung des Präsidenten des Verwaltungsrates – auch über einzelne Geschäftsvorfälle verlangen.

Interne Steuerung und Kontrolle
Die LLB-Gruppe verfügt über standardisierte Systeme für die Banksteuerung. Daraus werden quantitative und qualitative Daten für die Gruppenleitung sowie in konzentrierter Form für den Verwaltungsrat erzeugt. Der Verwaltungsrat kann sich dadurch ein Bild über die massgeblichen Entwicklungen – wie Geschäftsgang, Ertragslage, Budgetausnützung, Bilanzentwicklung, Liquidität, Risikolage und Erfüllung der Eigenkapitalerfordernisse – machen. Vierteljährlich nimmt der Verwaltungsrat die kommentierten Berichterstattungen zu Finanzen und Risikomanagement ab.

Zur Ausübung seiner Aufsichts- und Kontrollfunktion steht dem Verwaltungsrat zusätzlich das Group Internal Audit zur Seite. Dieses ist ihm direkt unterstellt. Das Group Internal Audit beurteilt unabhängig, objektiv und systematisch:

  • Prozesse zur Definition der Strategie und des Risikoappetits sowie die allgemeine Einhaltung der genehmigten Strategie,

    Wirksamkeit der Governance-Prozesse,
  • Wirksamkeit des Risikomanagements, einschliesslich der Beurteilung, ob die Risiken adäquat identifiziert und bewirtschaftet werden,
  • Wirksamkeit der internen Kontrollen, insbesondere, ob diese im Verhältnis zu den eingegangenen Risiken angemessen sind,
  • gegebenenfalls die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Massnahmen zur Risikoreduktion oder -verminderung,
  • Zuverlässigkeit und Vollständigkeit von finanziellen und operationellen Informationen (das heisst, ob Aktivitäten richtig und vollständig erfasst sind) sowie die Qualität der zugrundeliegenden Daten und Modelle,
  • Einhaltung von rechtlichen und regulatorischen Anforderungen sowie von internen Regelwerken und Verträgen.

Pflichten und Befugnisse des Group Internal Audit sind in einem besonderen Reglement festgelegt. Die Planung der jährlichen Prüfungen erfolgt aufgrund der Beurteilung der Risiken und Kontrollen und orientiert sich bei der langfristigen Abdeckung an einem Prüfinventar. Zur Vermeidung von Doppelspurigkeiten und zur Optimierung der Kontrolle werden die Prüfungspläne mit der gesetzlichen Revisionsstelle abgestimmt. Der kurzfristige Prüfungsplan sowie der Personalbedarfsplan werden vom Group Audit & Risk Committee begutachtet und dem Verwaltungsrat zur Genehmigung vorgelegt. Group Internal Audit überwacht ausserdem in regelmässigen Abständen die Behebung der festgestellten Mängel sowie die Umsetzung der Empfehlungen und berichtet dem Group Audit & Risk Committee darüber.

Risikomanagement
Der proaktive Umgang mit Risiken ist ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie und stellt die Risikotragfähigkeit der LLB-Gruppe sicher. Diese misst einem proaktiven und ganzheitlichen Chancen- / Risikomanagement einen hohen Stellenwert bei. Im Rahmen der Risikopolitik erlässt der Verwaltungsrat Richtlinien und Reglemente über die Grundsätze des Risikomanagements und setzt so qualitative und quantitative Standards zur Risikoverantwortung, zum Risikomanagement, zur Risikolimitierung und zur Risikokontrolle.

2012 haben wir unsere risikopolitischen Leitlinien überarbeitet und diese den Marktbedingungen, den neuen regulatorischen Anforderungen sowie der auf Divisionen beruhenden neuen Unternehmensstruktur angepasst. Wir haben die detaillierten qualitativen und quantitativen Standards für Risikoverantwortung, Risikomanagement und Risikokontrolle aktualisiert. Zudem haben wir zur Bewertung und Steuerung von Risiken einen adäquaten organisatorischen und methodischen Rahmen definiert. Mit dem jährlich geprüften sogenannten «Internal Capital Adequacy Assessment Process» (ICAAP) stellen wir sicher, dass stets genügend Eigenkapital zur Abdeckung aller wesentlichen Risiken vorhanden ist.

Das Risikomanagement ist bestrebt, eine gruppenweit einheitliche Risikokultur und -betrachtung zu schaffen und aufrechtzuerhalten. Dadurch wird die Grundlage für ein angemessenes Risiko-Ertrags-Profil und für eine optimale Kapitalallokation gelegt. Das Group Audit & Risk Committee lädt die Vorsitzenden der Group Risk Committees zur quartalsweisen Besprechung des Risikostatus ein. Deren Berichte werden halbjährlich zu einem Gesamtrisikoreport der LLB-Gruppe zusammengefasst, welcher vom Verwaltungsrat behandelt wird. Weitere Angaben zum Risikomanagement finden sich im Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung der LLB-Gruppe im Kapitel Risikomanagement.

Compliance
Die Mitarbeitenden der LLB-Gruppe sind zur Compliance verpflichtet – das heisst zur Einhaltung aller gesetzlichen, regulatorischen und internen Vorschriften sowie zur Beachtung von marktüblichen Standards und Standesregeln. Die Compliance-Funktionen in der LLB-Gruppe erstatten dem Verwaltungsrat jährlich schriftlich Bericht über ihre Tätigkeiten, Feststellungen und die getroffenen Massnahmen.

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