Trend

Als Reaktion auf die Finanzmarktkrise beschlossen die 20 grössten Industrienationen (G-20) im Jahr 2008, keinen Finanzmarktakteur unreguliert zu lassen. Weltweit wurden regulatorische Initiativen eingeleitet, um Risiken zu reduzieren. Die strengere Regulierung bedeutet mehr Aufwand und erhöht die Kosten, bietet aber auch Chancen. Ein Beispiel ist die Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds der EU. Bis 21. Juli 2013 müssen die EU/EWR-Länder die Richtlinie in nationales Recht umgesetzt haben. Von diesem neuen Regulatorium betroffen sind alle Verwalter in der EU aber auch solche aus Drittländern, die ihre Fonds in der EU verwalten oder vertreiben wollen. Für ihre Standortwahl wird zunehmend die Einbindung in international standardisierte Regulatorien sowie die Praxis der zuständigen nationalen Aufsichtsbehörde entscheidend sein. Liechtenstein ist eine der ersten Jurisdiktionen, die ihren Kunden ein funktionierendes, effizientes und AIFM-konformes Umfeld und damit Rechtssicherheit anbieten kann. Schon heute ist über die Hälfte des in Liechtenstein verwalteten Fondsvermögens in alternativen Anlagen investiert.

Auch im Jahr 2012 setzten institutionelle Investoren in Liechtenstein und der Schweiz bei ihren Anlagen überproportional stark auf Sicherheit. Gleichzeitig blieben sie auf der Suche nach neuen Diversifikationsmöglichkeiten. Zu beobachten ist ein Trend hin zu stärker diversifizierten Portfolios mit Hilfe von alternativen Investments, um Korrelationen zwischen den traditionellen Anlagelösungen zu reduzieren. Man kann davon ausgehen, dass institutionelle Investoren und auch Family Offices bei der Vergabe von neuen Mandaten vermehrt auch den Einsatz von alternativen Investmentfonds (AIF) prüfen werden. Die AIFM-Richtlinie wird in der europäischen Fondsbranche neue Standards setzen. In der raschen und marktgerechten Umsetzung strategischer EU-Regulierungen liegen für Liechtenstein und damit die LLB-Gruppe Zukunftsperspektiven.

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