Investitionen

Mit dem Aufbau der neuen Organisationsstruktur 2012 erhielt das Moment des «Cross Functional Thinking» in der LLB-Gruppe einen noch höheren Stellenwert. Die gruppenweite Ausrichtung auf gemeinsame Ziele ist wesentlicher Bestandteil unserer Kunden- und Qualitätsorientierung. Das Bereitstellen von Wissen sowie der Austausch von Informationen zwischen Mitarbeitenden, Kunden und externen Partnern gewinnen an Gewicht.

Fund Services

Ein wichtiger Wachstumsmotor des Institutional Clients ist die Organisationseinheit Fund Services. Sie realisiert massgeschneiderte Fonds für unabhängige Vermögensverwalter und andere Fondspromotoren, wie beispielsweise Family Offices. Als Spezialist im Private-Label-Bereich erweitern wir stetig unsere Dienstleistungen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. 2012 haben wir zudem Schritte zur Prozessoptimierung eingeleitet, um unseren Kunden im sich rasch wandelnden Regulierungsumfeld State-of-the-Art-Lösungen anzubieten. Seit Oktober 2012 verfügt die Organisationseinheit Fund Services über einen Experten für Daten- und Qualitätsmanagement und ab Januar 2013 zudem über einen IT-Fachmann, um Verbesserungspotenziale auszuloten und effizient umzusetzen. 2013 verfolgen wir zwei Ziele: Erhöhung des Automatisierungsgrades zur Kostensenkung sowie Ausbau des Risk Management.

Im Berichtsjahr haben wir frühzeitig Know-how aufgebaut, um uns als Anbieter alternativer Fonds zu profilieren. Der Fondsplatz Liechtenstein ist auf dem Weg, Standort für alternative Investmentfonds wie etwa Private Equity Funds oder Hedge Funds zu werden. Zügig hat Liechtenstein dazu die EU-Richtlinie für Alternative Investment Fund Managers (AIFM) umgesetzt. Im Herbst 2012 verabschiedete der liechtensteinische Landtag (Parlament) das neue AIFM-Gesetz. Damit wird es ab 22. Juli 2013 möglich sein, als AIF-Manager am Standort Liechtenstein mit einer einzigen Zulassung alternative Fonds europaweit zu vertreiben und – unabhängig von ihrem Domizil – zu verwalten (siehe Kapitel «Regulatorische Vorgaben und Entwicklungen»). Mittels Newsletter unter www.llb.li/aifm informieren wir interessierte Kunden über die Chancen, die sich aus der Umsetzung der neuen AIFM-Richtlinie ergeben.

Die Entwicklung der Fondsbranche verläuft äusserst zyklisch, ihre Performance hängt stark mit dem Geschehen an den Finanzmärkten zusammen. 2012 zeigten sich die Kunden bei der Lancierung neuer Fonds nach wie vor zurückhaltend. Dennoch konnte die LLB-Gruppe sechs neue Private Label Funds auflegen und 24 neue Depotbankmandate hinzugewinnen. Die LLB fungiert per Ende 2012 für 245 Fonds als Depotbank und ist gemessen an der Anzahl Mandate eindeutig Marktführerin in Liechtenstein.

Financial Intermediaries und External Asset Managers

Die LLB-Gruppe zeichnet sich durch Kundennähe und Kundenorientierung aus. Dies gilt insbesondere auch für die Expertenteams zur Betreuung von Finanzintermediären und externen Vermögensverwaltern in Liechtenstein und in der Schweiz. Bei deren Endkunden sind die Ansprüche proportional zur Produktvielfalt und Professionalität der Asset-Management-Branche gestiegen. So erwarten sie von einem Vermögensverwalter ein an ihre individuellen Anlagebedürfnisse angepasstes Rendite- und Risikomanagement. Dies erfordert zunehmend die Einbeziehung weiterer, miteinander gering korrelierter Assetklassen wie beispielsweise Hedge Funds, Rohstoffe oder Private Equity.

Seit Jahren erweist sich die LLB als zuverlässige und professionelle Partnerin. Die enge Vernetzung unserer Organisationseinheit Financial Intermediaries mit dem Produktmanagement eröffnet neue Wege der Zusammenarbeit in der Vermögensverwaltung. Wir sorgen dafür, dass unsere Kunden über fundierte Kenntnisse der Märkte verfügen und ihre Anlagestrategien in höchster Geschwindigkeit umsetzen können. Mit der neuen Organisationsstruktur haben wir 2012 die Abteilung «Intermediary Banking» geschaffen, wodurch der Informationsfluss weiter optimiert wird.

Mit 25 Steuerinformations- und Doppelbesteuerungsabkommen, die Liechtenstein seit 2008 abgeschlossen hat, haben sich die Rahmenbedingungen und die Sorgfaltspflichten verschärft. Entsprechend führen wir zur Unterstützung individuelle Tax-Dialoge sowie eine von der Finanzmarktaufsicht anerkannte Sorgfaltspflichtschulung (Know-Your-Customer-Dialog) durch. Neu bieten wir kleinen oder mittleren Treuhandbüros eine Partnerschaft in der Vermögensverwaltung an. Für 2013 sind Prozessoptimierungen sowie die Einführung eines Scoring-Modells geplant, um Risiken aktiv zu managen. Mit dem Ziel, die Betreuungsqualität weiter anzuheben, werden wir zudem unsere Kundensegmentierung verbessern.

Asset Management

Unsere Organisationseinheit Asset Management deckt die Vermögensverwaltung für 30 Fonds sowie für individuelle Portfolios ab. 2012 haben wir erneut in die Erweiterung und Vertiefung des Know-hows investiert sowie Wissen, Daten und Informationen innerhalb der LLB-Gruppe bereitgestellt. Zudem haben wir unsere Fondspalette, unser Risikomanagement und unsere auf quantitative Value-Modelle gestützte Analyse optimiert. Für 2013 ist geplant, unsere Innovationskraft weiter zu stärken. Zugleich halten wir an unserer Politik der fairen Preise fest.

Unser Konzept bewährt sich. Auch 2012 belegten die Strategiefonds der LLB im langfristigen Konkurrenzvergleich die vordersten Ränge. So hat die österreichische Fachzeitschrift für Finanzprofis «GELD» den LLB Strategie Ertrag (EUR) im November 2012 mit zwei Dachfonds Awards ausgezeichnet. Der Fonds belegte mit dem ersten Rang über ein Jahr sowie über drei Jahre in seiner Kategorie gleich zwei Mal die Spitzenposition. Der LLB Obligationen Euro Alternativ (CHF) schaffte es unter die Top Five in der bedeutenden Kategorie «Obligationen Globale Währungen». Diese Auszeichnung wird von der Feri Euro Rating Services AG, einer der führenden europäischen Ratingagenturen für die Bewertung von Anlagemärkten und -produkten, verliehen. Beste Noten erzielten wir ausserdem im Fuchsbriefe Test 2013 in den Kategorien «Vermögensstrategie» und «Portfolioqualität» (siehe Kapitel «Private Banking»).

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