Erfolgsrechnung

Historisch tiefe Zinsen sowie sinkende Margen prägten 2012 das wirtschaftliche Umfeld. Dennoch gelang es der LLB-Gruppe, den Geschäftsertrag von CHF 339.3 Mio. im Vorjahr auf CHF 408.9 Mio. zu steigern. Der Anstieg um CHF 69.6 Mio. entspricht 20.5 Prozent. Erneut trugen wie schon in den Jahren zuvor zwei Ertragssäulen massgeblich zum Geschäftsertrag bei: das Zinsengeschäft sowie das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft.

Aufgrund des tiefen Zinsniveaus sank der Erfolg aus dem Zinsengeschäft vor Wertberichtigungen für Kreditrisiken um 4.5 Prozent auf CHF 181.2 Mio. (2011: CHF 189.8 Mio.). Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus dem Erfolg im Zinsgeschäft mit Banken, welcher sich um 33.8 Prozent auf CHF 38.9 Mio. reduzierte. Im Zinsgeschäft mit Kunden hingegen stieg der Zinserfolg um 8.9 Prozent auf CHF 142.4 Mio. Günstig wirkte sich vor allem der um CHF 18.0 Mio. auf CHF 67.8 Mio. deutlich gesunkene Zinsaufwand gegenüber Kunden aus. Die Wertberichtigungen für Kreditrisiken, die neu zur besseren Darstellung des Erfolgs des Zinsengeschäfts als Aufwand im Zinsengeschäft ausgewiesen werden, gingen um CHF 19.2 Mio. auf CHF 46.5 Mio. (2011: CHF 65.7 Mio.) zurück. Es handelte sich um mehrere voneinander unabhängige Kundenkredite und eine aus dem Akkreditivgeschäft resultierende Forderung gegenüber einer Bank, welche seit 2009 bereits teilweise im Wert berechtigt war und nun vollständig abgeschrieben wurde. Insgesamt erhöhte sich der Erfolg aus dem Zinsengeschäft nach Wertberichtigungen für Kreditrisiken um 8.5 Prozent auf CHF 134.7 Mio. (2011: CHF 124.1 Mio.).

Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft sank von CHF 208.9 Mio. im Jahr 2011 um 2.6 Prozent auf 203.5 Mio. Auch wenn sich die Aktienmärkte in der zweiten Jahreshälfte erholten, zeigten die Kunden ein sehr zurückhaltendes Anlageverhalten. Dies spiegelte sich im deutlich niedrigeren durchschnittlichen Handelsvolumen für das Jahr 2012 der SIX Swiss Exchange wider. Die Courtage-Erträge sowie die Erträge aus der Wertschriftenverwaltung nahmen um CHF 13.0 Mio., beziehungsweise 11.8 Prozent, auf CHF 97.8 Mio. ab. Der Ertrag aus Vermögensverwaltung und Anlagegeschäft konnte hingegen um CHF 6.3 Mio., beziehungsweise 10.5 Prozent, auf CHF 66.6 Mio. gesteigert werden. Aus den übrigen Positionen des Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäfts resultierte ein Ertrag von CHF 79.4 Mio. Dies entsprach einem leichten Rückgang um 1.4 Prozent oder CHF 1.1 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Die tieferen Erträge gingen einher mit einem gesunkenen Aufwand für das Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft. Dieser betrug CHF 40.4 Mio., was einem Minus von 5.6 Prozent entspricht.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft erhöhte sich 2012 markant auf CHF 18.6 Mio., nach einem Verlust im Vorjahr von CHF 6.2 Mio. Dazu trug bei, dass die Absicherungskosten für Zinssatzswaps auf minus CHF 10.7 Mio. sanken, während sie 2011 minus CHF 33.8 Mio. betrugen. Der Handel mit Devisen, Valuten und Edelmetallen mit Kunden stieg um 6.2 Prozent auf CHF 28.6 Mio. (2011: CHF 26.9 Mio.).

Aus den Finanzanlagen, die erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden, resultierte ein Erfolg von CHF 44.1 Mio. (2011: CHF 0.4 Mio.). Dank der positiven Entwicklung der Aktienmärkte im Jahr 2012 resultierten nicht realisierte und realisierte Kurserfolge von insgesamt CHF 31.6 Mio. Die Einnahmen aus Zinsen und Dividenden betrugen CHF 12.5 Mio. und beliefen sich auf Vorjahresniveau.

Der übrige Erfolg betrug CHF 8.0 Mio. (2011: CHF 11.8 Mio.). Im Wesentlichen trugen dazu der Verkauf von Bezugsrechten, der Gewinn aus dem Verkauf von Sachanlagen und der Ertrag aus diversen Dienstleistungen bei.

Der Geschäftsaufwand reduzierte sich 2012 um 7.3 Prozent auf CHF 298.1 Mio. (2011: CHF 321.5 Mio.). Dies ist weitgehend auf den um 11.2 Prozent geringeren Personalaufwand zurückzuführen, welcher sich auf CHF 160.8 Mio. (2011: CHF 181.1 Mio.) reduzierte. Der Rückgang im Personalaufwand ist im Wesentlichen bedingt durch die Umstellung der Personalvorsorgestiftung der Liechtensteinischen Landesbank AG vom Leistungsprimat auf das Beitragsprimat und der damit verbundenen Reduktion des Barwertes der Vorsorgeverpflichtung über CHF 19.8 Mio. Konform mit IAS 19 wurde dieser versicherungsmathematische Einmaleffekt als Minderung des Personalaufwandes verbucht. Die Gehälter sanken um 3.1 Prozent auf CHF 142.6 Mio.

Der Sachaufwand reduzierte sich um CHF 1.5 Mio., beziehungsweise 1.4 Prozent, auf CHF 102.7 Mio. (2011: CHF 104.2 Mio.). Beim Sachaufwand schlugen Einsparungen im Marketing, bei den EDV-Systemen, Maschinen und Einrichtungen von insgesamt CHF 4.1 Mio. positiv zu Buche. Neu wurden innerhalb der Position Sachaufwand der Aufwand für Rückstellungen für Rechts- und Prozessrisiken sowie die Wertberichtigung aus zur Veräusserung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Dieser Aufwand betrug 2012 CHF 17.3 Mio. (2011: CHF 14.0 Mio.). Dies beinhaltet auch Rückstellungen in Zusammenhang mit der US-Steuerthematik.

Die Abschreibungen und Amortisationen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um CHF 1.6 Mio. beziehungsweise 4.4 Prozent.

Geschäftsertrag 2012

CHF 408.9 Millionen

Geschäftsertrag 2012 (Tortendiagramm)

Per Ende 2012 beschäftigte die LLB-Gruppe in Vollzeitstellen gerechnet 1'090 Mitarbeitende (31. Dezember 2011: 1'123 Mitarbeitende). Der durchschnittliche Personalbestand lag im Jahr 2012 bei 1'112 Mitarbeitenden (2011: 1'105 Mitarbeitende).

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