Vorsorgepläne und andere langfristig fällige Leistungen

In Übereinstimmung mit den jeweiligen rechtlichen Gegebenheiten verfügt die LLB-Gruppe über eine Reihe von Vorsorgeplänen, welche die meisten der Mitarbeitenden der LLB-Gruppe im Falle von Tod, Invalidität und Pensionierung versichern. Unter diesen Plänen befinden sich sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Vorsorgepläne. Daneben bestehen Pläne für Dienstjubiläen, welche sich als andere langfristige Leistungen an Arbeitnehmer qualifizieren.

Bei den meisten Vorsorgeplänen beteiligen sich die Mitarbeitenden mit Beitragszahlungen, die von der LLB-Gruppe durch entsprechende Beiträge ergänzt werden. Die Finanzierung erfolgt in Übereinstimmung mit den lokalen gesetzlichen und steuerlichen Bestimmungen.

Die Vorsorgeleistungen basieren auf den Versicherungsjahren, dem Alter, dem versicherten Lohn und teilweise auf dem angesparten Kapital. Das Vermögen der Vorsorgepläne ist in von der Unternehmung getrennte Stiftungen oder an Versicherungen ausgesondert und kann nicht an den Arbeitgeber zurückfliessen. Für die Berechnung der Sterblichkeit, der Lebenserwartung und der Invalidität wurde für alle Vorsorgepläne die Sterblichkeitsrate des BVG 2010 verwendet.

Die Berechnungen der Vorsorgeverpflichtungen für leistungsorientierte Pläne erfolgte mittels der «Projected Unit Credit Method». Bei einigen Vorsorgeplänen wurde aufgrund der Ausgestaltung der Altersleistungen die «Traditional Unit Credit Method» angewendet. Die letzten aktuariellen Bewertungen wurden per 31. Dezember 2012 respektive 31. Dezember 2011 vorgenommen.

Die aktuariellen Gewinne und Verluste werden direkt im Eigenkapital bzw. sonstigen Gesamtergebnis erfasst.

Im Frühjahr 2012 hat sich die LLB AG zu einem Primatswechsel entschieden, welcher unter IAS 19 zu Planänderungen und Plankürzungen führte. Der Primatswechsel wurde am 15. März 2012 den Mitarbeitenden bekannt gegeben. Die Planänderungen betrugen für 2012 CHF 19.8 Mio. und die Plankürzungen CHF 3.7 Mio. Dieser versicherungsmathematische Einmaleffekt wurde konform mit IAS 19 als Personalaufwandsminderung im Geschäftsjahr 2012 verbucht.

In 2012 wurde im Zusammenhang mit dem Primatswechsel die Personalvorsorgestiftung der LLB AG saniert. Unter anderem erfolgte ein Arbeitgeberbeitrag in Höhe von CHF 7.8 Mio. zugunsten der Personalvorsorgestiftung der LLB AG, was unter IAS 19 in der LLB-Gruppe zu einer Reduktion der Vorsorgeverpflichtung um CHF 7.8 Mio. führte.

Die in den folgenden Tabellen gezeigten Werte beinhalten die zur Veräusserung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte.

Folgende Beträge wurden in der Erfolgsrechnung als Personalaufwand erfasst:

(XLS:)

 

Vorsorgepläne

Andere langfristig
fällige Leistungen

in Tausend CHF

2012

2011

2012

2011

Laufender Dienstzeitaufwand

–18'037

–15'344

–831

–772

Zinsaufwand der Verpflichtungen

–11'487

–12'041

–164

–186

Erwarteter Ertrag aus Planvermögen

12'029

13'368

0

0

Plankürzungen

19'806

0

0

0

Erfasste versicherungsmathematische (Verluste) / Gewinne

0

0

–217

–300

Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

458

353

3'679

0

Sofort zu erfassender Dienstzeitaufwand

0

0

0

0

Vorsorgeaufwand für leistungsorientierte Pläne

2'769

–13'664

2'467

–1'258

Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen für beitragsorientierte Pläne

–93

–121

0

0

 

 

 

 

 

Tatsächliche Erträge auf dem Planvermögen

24'955

–1'281

0

0

Die folgende Zusammenstellung zeigt die in der konsolidierten Gesamtergebnisrechnung erfassten Gewinne und Verluste:

(XLS:)

 

Vorsorgepläne

in Tausend CHF

2012

2011

Stand am 1. Januar

–94'025

–52'798

Aktuarielle Gewinne / (Verluste)

–10'152

–26'578

Gewinne / (Verluste) aus Vermögensertrag

12'941

–14'649

Stand am 31. Dezember

–91'236

–94'025

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