19 Goodwill und andere immaterielle Anlagen

(XLS:)

in Tausend CHF

Goodwill

Andere immaterielle Anlagen

Software

Total

Stand am 1. Januar 2011

 

 

 

 

Anschaffungskosten

170'421

112'374

112'399

395'194

Kumulierte Amortisationen

–26'261

–38'621

–23'986

–88'868

Buchwert netto

144'160

73'753

88'413

306'326

 

 

 

 

 

Geschäftsjahr 2011

 

 

 

 

Eröffnungsbuchwert netto

144'160

73'753

88'413

306'326

Zugänge

0

0

13'961

13'961

Abgänge

0

0

–10

–10

Amortisationen

0

–8'084

–12'238

–20'322

Umgliederung in zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte

–76'897

–22'280

–1'156

–100'333

Endbuchwert netto

67'263

43'389

88'970

199'622

 

 

 

 

 

Stand am 31. Dezember 2011

 

 

 

 

Anschaffungskosten

93'524

71'050

119'192

283'766

Kumulierte Amortisationen

–26'261

–27'661

–30'222

–84'144

Buchwert netto

67'263

43'389

88'970

199'622

 

 

 

 

 

Geschäftsjahr 2012

 

 

 

 

Eröffnungsbuchwert netto

67'263

43'389

88'970

199'622

Zugänge

0

0

3'979

3'979

Abgänge

0

0

0

0

Amortisationen

0

–8'002

–11'659

–19'661

Endbuchwert netto

67'263

35'387

81'290

183'940

 

 

 

 

 

Stand am 31. Dezember 2012

 

 

 

 

Anschaffungskosten

93'524

71'050

123'171

287'745

Kumulierte Amortisationen

–26'261

–35'663

–41'881

–103'805

Buchwert netto

67'263

35'387

81'290

183'940

Goodwill

Die LLB-Gruppe weist per 31. Dezember 2012 für folgende zwei Segmente Goodwill auf:

(XLS:)

in Tausend CHF

31.12.2012

31.12.2011

Segment Retail & Corporate Banking

55'620

55'620

Segment Institutional Clients

11'643

11'643

Total

67'263

67'263

Überprüfung einer Goodwill-Wertminderung

Der Goodwill wird zwei Mal im Jahr – im ersten Quartal als Basis für den Halbjahresabschluss per 30. Juni und im dritten Quartal als Basis für den Jahresabschluss per 31. Dezember – auf seine Werthaltigkeit geprüft. Für die Ermittlung einer möglichen Wertminderung wird der erzielbare Betrag jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welche einen Goodwill bilanziert hat, mit deren Bilanzwert verglichen. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit entspricht gemäss den durchgeführten Berechnungen jeweils dem Nutzungswert. Der Bilanzwert bzw. Buchwert setzt sich zusammen aus Eigenkapital vor Goodwill und immateriellen Anlagen, Goodwill und immateriellen Anlagen aus der zu Grunde gelegten Purchase Price Allocation dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Seit Bilanzierung des Goodwills in den einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten überstieg der erzielbare Ertrag jeweils den Bilanzwert, sodass bislang keine Wertminderung zu verbuchen war. Auch für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 ist das Management aufgrund eines durchgeführten Wertminderungstest, welcher nachfolgend erläutert wird, zum Schluss gekommen, dass die den einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordneten Goodwillbeträge werthaltig sind und nicht wertgemindert werden müssen, da der erzielbare Ertrag jeweils den Bilanzwert übersteigt.

Erzielbarer Betrag

Die LLB-Gruppe verwendet für die Ermittlung des Nutzungswertes, der dem erzielbaren Betrag der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entspricht, ein Discounted Cashflow (DCF) Bewertungsmodell. Das von der LLB-Gruppe verwendete DCF-Modell berücksichtigt die Besonderheiten des Bankgeschäfts bzw. des Finanzsektors sowie des aufsichtsrechtlichen Umfeldes. Mithilfe des Modells wird anhand der vom Management genehmigten Finanzplanungen der Barwert der geschätzten Ergebnisse bzw. der geschätzten frei verfügbaren Geldflüsse (Free-Cash-Flows) berechnet. Sofern aufsichtsrechtliche Kapitalanforderungen für die zahlungsmittelgenerierende Einheit bestehen, werden die geschätzten Geldflüsse des Betrachtungszeitraums um diese Kapitalanforderungen in Abzug gebracht und stehen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zur Ausschüttung zur Verfügung. Dieser Betrag entspricht dann dem theoretisch an die Anteilseigner ausschüttungsfähigen Betrag. Für die Berechnung der prognostizierten Ergebnisse dienen die vom Management genehmigten Finanzplanungen, welche einen Betrachtungszeitraum von fünf Jahren umfassen. Die Ergebnisse für sämtliche Perioden nach dem fünften Jahr werden aus dem prognostizierten Ergebnis bzw. den Free-Cash-Flows des fünften Jahres mit einer langfristigen Wachstumsrate, die grundsätzlich der langfristigen Inflationsrate der Schweiz und Liechtensteins entspricht extrapoliert. Die Wachstumsrate kann unter Umständen für die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten variieren, da die voraussichtlichen Entwicklungen und Gegebenheiten der entsprechenden Märkte berücksichtigt werden.

Annahmen

Die Parameter, welche dem Bewertungsmodell zugrunde liegen, werden, sofern möglich bzw. vorhanden, auf externe Marktinformationen abgestimmt. Dabei reagiert der Nutzungswert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit am sensibelsten auf Änderungen des geschätzten Ergebnisses, Änderungen des Diskontierungssatzes sowie auf Änderungen der langfristigen Wachstumsrate. Die Bestimmung des Diskontierungszinssatzes erfolgt auf Basis des Capital Asset Pricing Modells (CAPM), das einen risikolosen Zinssatz, eine Marktrisikoprämie, ein Small Cap Premium sowie einen Faktor für das systematische Marktrisiko, den Betafaktor, beinhaltet.

Die dem Wertminderungstest in den Geschäftsjahren 2012 und 2011 zugrunde gelegten und zur Extrapolation verwendeten langfristigen Wachstumsraten ausserhalb des fünfjährigen Planungszeitraums (Endwert) sowie die Diskontierungszinssätze der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sind in der folgenden Tabelle abgebildet:

(XLS:)

 

Wachstumsraten

Diskontierungszinssätze

in Prozent

2012

2011

2012

2011

Segment Retail & Corporate Banking

1.0 %

1.5 %

6.0 %

6.0 %

Segment Institutional Clients

1.0 %

1.0 %

8.5 %

8.5 %

Der Diskontierungszinssatz ist direkt durch die Fluktuationen der Zinssätze beeinflusst. Durch das zur Zeit bestehende historisch tiefe Zinsniveau im Marktumfeld hat sich der Diskontierungszinssatz der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Das derzeitige Zinsumfeld spiegelt sich ebenfalls in im längerfristigen Vergleich deutlich tieferen Zinsergebnissen und entsprechend niedrigeren Jahresergebnissen respektiv an die Anteilseigner ausschüttbaren Free-Cash-Flows wieder. Bedingt durch die Koppelung des Diskontierungszinssatzes an den aktuellen Zinssatz wird sich dieser, so wie auch der Zinsertrag, bei einer Erhöhung des Zinsumfeldes grundsätzlich erhöhen. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten unterliegen einem beschränkten Risiko, da diese in einem lokalen Markt und nur im Retail sowie im Institutionellen Geschäft mit einem eingeschränkten Risikoprofil tätig sind.

Sensitivitäten

Bei der periodischen Erstellung bzw. Durchführung der Wertminderungstests werden alle Parameter bzw. Annahmen, welche in den Wertminderungstests der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Eingang finden, überprüft und gegebenenfalls angepasst. Eine Veränderung des risikolosen Zinssatzes hat im Wesentlichen einen Einfluss auf den Diskontierungszinssatz, wobei die veränderte wirtschaftliche Lage, insbesondere in der Finanzbranche, auch Auswirkungen auf die erwarteten bzw. geschätzten Ergebnisse hat. Um diese Auswirkungen auf den Nutzungswert der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu prüfen, werden die für das Bewertungsmodell verwendeten Parameter und Annahmen einer Sensitivitätsanalyse unterzogen. Dabei werden die den Anteilseignern zurechenbaren prognostizierten Free-Cash-Flows um 10 Prozent, die Diskontierungszinssätze um 100bp und die langfristen Wachstumsraten um 100bp verändert. Das Management ist der Meinung, dass nur für das Segment Retail & Corporate Banking eine Veränderung der Annahmen und Parameter zu einer Wertminderung führen würde. Im Segment Institutional Clients würde keine der genannten Veränderungen der Annahmen zu einer Wertminderung führen, da der erzielbare Ertrag deutlich über dem Buchwert liegt. Gemäss den durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen und basierend auf den beschriebenen Annahmen resultiert für das Segment Retail& Corporate Banking ein um CHF 55.6 Mio. gegenüber dem Bilanzwert übersteigender Betrag. Eine Veränderung des Diskontierungszinssatzes um 100bp und der langfristigen Wachstumsrate um 100bp hätte keine Wertminderung im Segment Retail & Corporate Banking zur Folge. Jedoch würde eine Veränderung des Free-Cash-Flows um 10 Prozent in einer Wertminderung des Goodwills der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Retail & Corporate Banking von CHF 30.2 Mio. resultieren. Die Free-Cash-Flows könnten um 2.7 Prozent verändert werden, bis der erzielbare Ertrag dem Buchwert entsprechen würde. In Anbetracht der auch in Zukunft erwarteten, angespannten Situation in der Finanzbranche, schätzt das Management eine Wertminderung des Goodwills im Segment Retail & Privat Banking in den kommenden Geschäftsjahren nicht als unwahrscheinlich ein. Jedoch rechnet das Management mittel- bis langfristig auch mit einer positiven Entwicklung des Segmentes, dank der relativen Stärke gegenüber den Mitbewerbern sowie den eingeleiteten und geplanten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmassnahmen im genannten Segment.

Würden die geschätzten Ergebnisse und andere Annahmen in den kommenden Geschäftsjahren von den aktuellen Werten durch politische oder globale Risiken in der Bankenbranche – wie z.B. die Unsicherheit bei der Umsetzung der Regulierung und die Einführung gewisser Gesetzesvorhaben sowie ein Rückgang der allgemeinen Wirtschaftsleistung – abweichen, könnte dies in Zukunft eine Wertminderung der Goodwills zur Folge haben. Dies wäre mit einem Aufwand in der Erfolgsrechnung der LLB-Gruppe verbunden und würde das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital und den Jahresgewinn vermindern. Jedoch hätte eine solche Wertminderung weder einen Einfluss auf die Cash Flows noch auf die Tier 1 Ratio, da gemäss der liechtensteinischen Eigenkapitalverordnung der Goodwill vom Kapital in Abzug gebracht werden muss.

Andere immaterielle Anlagen

Unter andere immaterielle Anlagen sind Kundenbeziehungen und Markenwerte aktiviert. Diese werden über eine Zeitperiode von zehn bis fünfzehn Jahren linear amortisiert. Die geschätzten aggregierten Amortisationen auf andere immaterielle Anlagen belaufen sich auf:

(XLS:)

in Tausend CHF

 

2013

5'117

2014

5'117

2015

5'117

2016

3'719

2017

3'718

2018 und danach

15'485

Total

38'273

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